Internationales Trickfilmfestival Stuttgart: 22.-27. April 2014

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Von Dienstag den 22.April bis Donntag den 27. April 2014 findet in Stuttgart das 21. Internationale Trickfilmfestival statt.

Es bietet Filmemachern, Regisseuren und Produktionsfirmen eine Plattform, ihre Filme zu zeigen und Trickfilmfanseine Möglichkeit, sechs Tage lang animierte Kurz- und Langfilme aller Genres zu bestaunen.

Das ITFS ist eines der weltweit wichtigsten und größten Animationsfilmfestivals und mit mittlerweile jährlich über 80.000 Besuchern und 2.500 Akkreditierten eine feste Komponente der deutschen und internationalen Filmkultur. Darüber hinaus bietet es die Chance, bekannte Filmemacher und junge Talente zu treffen und an zahlreichen Workshops, Informationsveranstaltungen und Präsentationen teilzunehmen.

15. Gamesday an der HdM – Pushing the Boundaries

Die Lichtverhältnisse im Spiel beeinflussen die Realitätswahrnehmung, die Stimmung und nicht zuletzt das Gameplay entscheidend. Die Techniken dafür haben sich in den letzten Jahren stark verbessert und erlauben immer mehr realtime Effekte trotz aufwendiger Berechnungen. Am 15. Gamesday wollen wir diese Techniken und Effekte mit Hilfe zweier Alumni der Medieninformatik, Clemens Kern und Benjamin Thaut, näher betrachten. Beide sind heute bei der Firma Havok tätig – einem Anbieter von Spezialtechnologie für Game-Entwickler.

Clemens Kern wird den Bereich des Physically Based Rendering vorstellen. Dabei werden die Materialeigenschaften von den Lichtinformationen entkoppelt. Die Texturen enthalten Informationen über die physikalischen Eigenschaften der Oberflächen (glatt, rauh, durchlässig, reflektierend etc.) und erlauben dadurch individuelle Reaktionen auf Beleuchtung.

Benjamin Thaut wird das Prinzip der Global Illumination in Games vorstellen: Vorbei sind die Zeiten, als die Beleuchtung in Games vorprogrammiert werden musste. In Top-Games wird der Weg des Lichtes zwischen verschiedenen physikalischen Oberflächen in Realzeit simuliert und dadurch eine enorm realistische Darstellung erreicht – natürlich dynamisch über die ganze Spielzeit hinweg getreu der natürlichen Änderung von Lichtverhältnissen während eines Tages.

Aber Games schieben nicht nur die technischen Grenzen immer weiter hinaus. Schnell bemächtigen sich Games auch neuester Hardware wie z.B. Smartwatches. Machen Games dort Sinn? Welche Entwicklungen sind zu erwarten? Gegen welche Beschränkungen muss man auf Smartwatches ankämpfen, um ein gutes Spielerlebnis zu garantieren? Maximilian Krauß hat sein Praktikum bei der Firma HandyGames absolviert und wird uns daraus über Games und Game-Entwicklung auf Smartwatches berichten.

Ein weiterer Bereich, der die Grenzen immer weiter hinausschiebt, ist die Games-KI. Hier reicht die Bandbreite von der Unterstützung bei der Wegführung (auch mit Fahrzeugen) bis hin zum komplexen Verhalten von Non-Player-Characters und generell dem Versuch, das Spiel überraschend und interessant zu gestalten, ohne es unspielbar zu machen. Andreas Stiegler aus dem Doktorandenprogramm von Medieninformatik und Mobile Medien wird hier die neuesten Entwicklungen auf gewohnt unterhaltsame Art vorstellen.

Agenda:

  • 13:30 Welcome, Prof. Walter Kriha, HdM Stuttgart
  • 13:35 Physically Based Rendering, Clemens Kern, Havok
  • 14:45 Global Illumination in Games, Benjamin Thaut, Havok
  • 15:45 PAUSE
  • 16:30 Beyond Mobile, Maximilian Krauß, HandyGames, Vorstellung der Arbeit über Smartwatches
  • 17:35 Future of Game AI – Technik und Konzept von künstlicher Intelligenz in Spielen, Andreas Stiegler, HdM Stuttgart
  • 19:20 ENDE

Wann und Wo?
Am 9.1.2015 an der HdM Stuttgart, Nobelstrasse 10. Raum 056. Beginn 13.30.

Der Event ist wie immer kostenlos und offen für Interessierte jeglichen Alters. Ein Live-Stream ist unter http://events.mi.hdm-stuttgart.de vorhanden und Zuschauer am Internet können über den Chat ihre Fragen stellen. In der Pause gibt es Spieleinseln mit Retro-Games.

Prof. Walter Kriha und das Organisationsteam freuen sich über Ihr Kommen!

Eröffnung des Institut für Games

Am Donnerstag den 16. Oktober trafen sich ca. 200 Teilnehmer an der Hochschule der Medien in Stuttgart zu einem Tag rund um Computerspiele. Studierende, Entwickler und Vertreter der Spieleindustrie tauschten Erfahrungen aus und diskutierten über aktuelle Trends der Branche.

Der Games Day wurde von den Studiengängen Audiovisuelle Medien Medieninformatik und Mobile Medien organisiert.

Im Rahmen der Veranstaltung fand die offizielle Eröffnung des Instituts für Games statt.

Spiele sind ein wichtiger Innovationsmotor: Sie verändern nicht nur das tägliche Leben, sondern auch die universitäre Ausbildung. Seit der Eröffnung des Instituts für Games am 16. Oktober 2013 auf dem GamesDay sind Games auch fester Bestandteil der Hochschule der Medien (HdM). Dort soll das Wissen der Bachelorstudiengänge Medieninformatik, Mobile Medien und Audiovisuelle Medien gebündelt, vertieft und ausgebaut werden.

Seitdem im Wintersemester 2005/2006 der erste GamesDay an der HdM stattfand, ist viel passiert: Damals ging es noch vorwiegend um klassische Computerspiele, dagegen steht jetzt der mobile Bereich im Vordergrund. „Heute haben wir noch einmal einen Level-Sprung in Form des Instituts für Games“, sagt Professor Walter Kriha vom Studiengang Medieninformatik, „wie groß dieser Sprung ist, werden wir in den Vorträgen sehen.“ Über 200 Gäste nahmen am 16. Oktober 2013 am GamesDay teil. Darunter waren spieleinteressierte Studenten, Entwickler, Hersteller, Verbände und wissenschaftliche Einrichtungen.

Den Anfang machten Pascal Bormann und Adrian Rees, die an der HdM Audiovisuelle Medien studieren. Nach ihrem Vortrag über „Location Based Games“ lockerten Andre Noller, Georg Graf und Markus Wellmann von getUp games die Stimmung mit amüsanten Anekdoten aus dem Indie-Leben. Anschließend wurden die Gewinner vom Game-Wettbewerb des HdM-Startup Centers gewählt. Das Konzept „Megon“ von Judith Armbruster, Tim Lofi und Markus Rapp überzeugte als Browserspiel und wird nun für die Webseite des Startup Centers umgesetzt.

Beste Überlebensrate für Startups in Baden-Württemberg

Zum neuen Institut für Games gehören neben Prof. Dr. Jens-Uwe Hahn (3.v.l.) und Prof. Uwe Schulz (Mitte) unter anderem auch Prof. Dr. Michael Felten, Sabiha Ghellal, Prof. Walter Kriha, Stefan Radicke und Prof. Dr. Joachim Charzinski (v.l.n.r.),
Foto: Mitra Schmidt / HdM

Ein wichtiger Aspekt des GamesDays waren die Serious Games, also die Spiele mit ernstem Hintergrund. HdM-Rektor Professor Dr. Alexander W. Roos betonte eingangs: „Spiele dienen nicht nur zur Unterhaltung und zum Spaß, sondern unterstützen auch Lernaspekte.“ Ebenfalls könnten sie in verschiedenen Bereichen wie Medizin, Gesundheit, Bildung und Gesellschaft eingesetzt werden. Dem Thema widmeten sich auch Ralph Stock von der Serious Games Solution GmbH und Robert Praxmarer von der Fachhochschule Salzburg. Letzterer stellte klar: „Spiele können mehr als nur Spiele sein. Man kann zahlreiche Themen damit transportieren, vielleicht sogar die Welt verändern.“

Bei den Vorträgen von Jan-Michel Saaksmeier, Director of Games Conception bei der Bigpoint GmbH, und von Professor Peter Schäfer, Referatsleiter Existenzgründung und Unternehmensnachfolge vom Ministerium für Finanzen und Wirtschaft, lauschten vor allem die Spieleentwickler interessiert: Saaksmeier referierte über die „Anforderungen an Berufseinsteiger im internationalen Game Development“ und Schäfer stellte für Startups verschiedene Unterstützungs- und Finanzierungsmöglichkeiten des Landes vor. Gleichsam regte er zur Selbstständigkeit an, denn im Bundesvergleich gebe es in Baden-Württemberg die beste Überlebensrate von Startups. Im Hightech-Bereich würden sogar über 62 Prozent der Neugründungen die ersten fünf Jahre überstehen.

„Großartige Perspektive in diesem Arbeitsbereich“

Benjamin Rostalski von der Stiftung Digitale Spielekultur begründete, wieso digitale Spiele bereits zum Kulturgut für den Mainstream geworden sind. Martin Lorber, PR Director und Jugendschutzbeauftragter von Electronic Arts Deutschland, war ebenfalls überzeugt, dass die Spieleindustrie vor einem Wendepunkt steht: Den klassischen Computerspieler gebe es heute auch nicht mehr. Die Generation der Spieler werde immer älter und auch der Frauenanteil sei gestiegen. Thorsten Unger, Geschäftsführer Politik vom Bundesverband der Computerspieleindustrie G.A.M.E., bestätigte dies: „Der Markt ist ständig in Bewegung und muss sich immer wieder neu erfinden, deshalb braucht man ein nachhaltiges und zukunftsorientiertes Gesamtkonzept zur Förderung des Zukunftsmarktes Games.“ Passend dazu zeigte Jan Reichert, Geschäftsführer von kr3.media, welche Rolle Games im Marketing und in der Unternehmenskommunikation bereits eingenommen haben.

Der Höhepunkt des GamesDays war die offizielle Eröffnung des Instituts für Games. Als wissenschaftliche Einrichtung der HdM bringt es die unterschiedlichen Kompetenzen in der Spieleentwicklung zusammen und will die Studenten in den Bereichen Ausbildung, Entwicklung, Förderung und Existenzgründung fit machen. „Ich freue mich schon, bald sagen zu können: ‚Das war mal ein Student von uns'“, sagte Professor Uwe Schulz vom Studiengang Audiovisuelle Medien. Zusammen mit Professor Dr. Jens-Uwe Hahn vom Studiengang Medienwirtschaft wird er das Institut leiten. Und auch HdM-Rektor Alexander W. Roos ist überzeugt: „Das Institut wird der Hochschule eine großartige Perspektive in diesem Arbeitsbereich bieten.“

Wer sich die Vorträge als Video anschauen möchte, kann das hier tun.